Weibliche Täterschaft ist für Ministerin Schröder mehr eine “Glaubensfrage”

Viele Studien, die belegen, dass Frauen annähernd hälftig häuslich gewalttätig sind, belegen in ihrer Zusammenfassung von Murray Straus (Strauss-2009) zugleich, weshalb genau diese Tatsachen auch in der Politik ausgeblendet und verleugnet werden.

Geradezu ein “Schulbeispiel” darüber, wie eine solche Ausblendung von Wirklichkeiten durch Ministerinnen funktioniert, lässt sich im Interview von Kristina Schröder und im Kommentar bei den “Webjungs” nachlesen.

Jedes 11. Tötungsopfer ist ein Kind- Frauen sind meist die Täterinnen…

Wenn Kinder getötet werden, dann sind es meist Säuglinge, die betroffen sind. Und meistens sind Frauen die Täterinnen. Das zeigt eine Auswertung der Universität Zürich.von Lorenz Frischknecht

Die Tötung eines wehrlosen, kleinen Kindes gilt als eine der schlimmsten Taten, die man sich vorstellen kann.
Meldungen über derartige Ereignisse stossen deshalb auch auf grössere Resonanz als beispielsweise Gewalttaten im Drogenmilieu. Diese Woche sorgte die Tötung eines knapp 5-jährigen Buben in einem Hotelzimmer in Winterthur für Erschütterung. Der 60-jährige Vater des Knaben hat die Tat gestanden. In wenigen Tagen gewinnt ein anderer Fall erneut an Aktualität: Am Mittwoch beginnt vor Geschworenengericht der Prozess gegen eine Mutter aus Horgen, die an Weihnachten 2007 ihre knapp 8-jährigen Zwillinge getötet haben soll. Die Frau bestreitet die Vorwürfe.

Wie häufig solche Kindstötungen vorkommen, wird in Kriminalstatistiken nicht ausgewiesen. Aufschlussreich hingegen ist eine Analyse, die der Lehrstuhl für Straf- und Strafprozessrecht von Professor Martin Killias an der Universität Zürich auf Anregung der NZZ durchgeführt hat. Die hier erstmals publizierte Erhebung basiert auf einer Datenbank, die mit Angaben zu sämtlichen Tötungsdelikten in der Schweiz von 1980 bis 2004 gespeist wurde. Von den registrierten Tötungsopfern war jedes elfte ein Kind im Alter bis 15 Jahre. Aussagekräftig wird diese Zahl, wenn man die Delikte nach dem Alter der Opfer ordnet. Besonders oft betroffen sind Säuglinge, wie die Kriminologin Nora Markwalder sagt. Rund 28 Prozent aller getöteten Kinder waren weniger als ein Jahr alt.

Meistens sind die Eltern Täter

9 von 10 Kindstötungen werden innerhalb der Familie begangen, und zwar in etwa 94 Prozent der Fälle von einem Elternteil. In rund 63 Prozent, also der klaren Mehrheit der Fälle, sind Frauen die Täterinnen. Damit unterscheiden sich Kindstötungen stark von den übrigen Tötungsdelikten…

Jedes 11. Tötungsopfer ist ein Kind (Zürich , NZZ Online)

Einige Zahlen und Argumente zu partnerschaftlicher Gewalt, die seit Jahren verfügbar aber den meisten nicht bekannt sind…

In einem Essay für die Welt hat Professor Amendt die Forderung der Schließung von Frauenhäusern und der gleichzeitigen Einrichtung von Zentren für Familien mit Gewaltproblemen gefordert. Es hagelte geradeso Zustimmung wie verbissene und völlig deplazierte Kritik, die im Allgemeinen nur darin bestand, ihn schlicht falsch zu zitieren (nämlich die Einrichtung von Zentren für Familien mit Gewaltproblemen einfach wegzulassen), und Prof. Amendt damit zu unterstellen, er wolle den Schutz von Frauen torpedieren…

Hier sei nun auf seine differenzierte Antwort hingewiesen, damit einfach nicht weiterhin falschen Bezichtigungen in die Welt gesetzt werden.

Merke: Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

In einem Essay für DIE WELT (hier) vom 16. Juni 2009 habe ich die Abschaffung von Frauenhäusern und deren Ersetzung durch Zentren für Familien mit Gewaltproblemen gefordert. Fast 60.000 Leser der WELT haben dazu abgestimmt. 60 Prozent haben der Schließung und der Schaffung von Familienzentren zugestimmt. Das bestätigt nicht nur den prekären Ruf von Frauenhäusern, sondern es vollzieht Entwicklungen in den USA nach, die deren mangelnde Eignung bei der Bewältigung gewalttätig verlaufender Familienkrisen bestätigen.

Da der Deutsche Bundestag demnächst1 darüber entscheiden soll, Frauenhäuser angesichts schwindender Zahlungsbereitschaft der Kommunen zu finanzieren, muss die Frage geklärt werden, ob Frauenhäuser überhaupt mit sozialstaatlichen Zielen vereinbar sind. Denn der grundsätzliche Mangel von Frauenhäusern beruht auf deren Ursprungsideologie von einer »gewalttätigen Patriarchatsherrschaft«, die Männer allein als Gewalttätige in Partnerschaften, an Kindern und in der Gesellschaft beschreibt. Auch wenn einige Frauenhäuser sich von dieser Ursprungsideologie distanzieren und einige sie nur halbherzig akzeptiert haben, so bleibt deren Mangel, dass sie die Partnerschaftsdynamik gewalttätiger Paare ausschließen.
Die Existenz des Frauenhauses zerteilt, was im Leben von Paaren zusammengehört: die Lösung von Konflikten.
Darüber wurde während der letzten 2o Jahre ein abschätziges bis hin zum Hass erfülltes Bild von Männern gezeichnet. Man denke an die bundesweiten Plakataktionen, die zumeist vom Bundesfamilienministerium finanziert wurden. Und noch dieser Tage wird gemeinsam mit der hessischen Bäckerinnung nach dem Vorbild einer Aktion unter dem Patronat von Bischöfin Jepsen im November 2008 eine Aktion durchgeführt, die propagiert, dass allein Männer in Partnerschaften gewalttätig seinen. Historisch gesehen haben Frauenhäuser und deren Interessenvertretung einen wesentlichen Anteil an der Entstehung der üblich gewordenen Misandrie – dem der Entwertung und dem Hass auf das Männliche. Angesichts der mangelnden Kenntnisse der Öffentlichkeit über den Stand der Forschung2 zur partnerschaftlichen Gewalt sollen hier Daten präsentiert werden, der dieser Unkenntnis entgegenwirken.

Hier bitte weiterlesen…

Fakten+und+Argumente+zur+Gewaltdebatte

“Happy Slapping”-Film. Gewaltprävention – natürlich korrekt durchgegendert…

Gewaltprävention ist gut – im Grunde immer gut. So denkt nicht nur ein Großteil der Bevölkerung, sondern auch Politiker, Lehrer, Prominente und sogar das Informationszentrum Mobilfunk .

Ein Film über das Happy-Slapping wurde mit einigem Aufwand gedreht und wird jetzt in Schulen “vermarktet”. Gegen den Film ist auf den ersten Blick nichts einzuwenden, so denkt man beim ersten Anschauen.

Mit einigem Fachwissen ausgestattet wird man jedoch auf den zweiten Blick nicht nur stutzig, sondern man beginnt sich zu wundern, weshalb die Rollen in diesem Film so eindeutig fiktiv und keinewegs realitätsgetreu besetzt wurden.

Tatsache ist: “Happy Slapping” gibt es. Mehrheitlich prügeln hier Jungs auf andere Jungs ein. Dass aber Mädchen die Rolle der moralisch überlegenen Retterin einnehmen, ist geradezu gnadenloser Unfug. Eher im Gegenteil: Die Filme dienen nicht zuletzt dazu, Mädchen zu zeigen, wie stark man ist – quasi als filmischer Beweis. Und es gibt erfahrungsgemäß viele Mädchen, die beim Happy-Slapping zuschauen und die Jungs zu mehr Tätlichkeiten anstacheln.

Doch das zeigt der Lehrfilm nätürlich nicht. Ein solcher Film würde schließlich den unmittelbaren Protest vieler Feministinnen auf sich ziehen.

Es ist schade, wie bitter wenig viele heutige Anstrengungen in der Gewaltprävention die Lebens-Wirklichkeit ihrer Zielgruppe erfassen, darstellen und bewerten. Wenn Prävention funktionieren soll, so müsste sie erstmal realitätsgetreuer werden, anstelle die Kriterien politischer Korrektheit zu erfüllen.

News.de berichtet über das Tabu geprügelter Männer

Noch schwieriger sei der nächste Schritt. «Es gibt fast keine Anlaufstellen, keine Netzwerke», so Jungnitz. Wende sich ein geprügelter Ehemann an Freunde oder sogar die Polizei, werde ihm oft nicht geglaubt. «Ich habe von Fällen gehört, wo Betroffene ausgelacht wurden oder es nicht geschafft haben, eine Anzeige zu erstatten», berichtet Jungnitz.

Auch der oft misshandelte Holger Siefers (Name der Redaktion bekannt) berichtet, dass er vor lauter Angst vor seiner betrunkenen Ehefrau die Polizei gerufen habe. Doch als die Beamten ankamen, führten sie den bereits am Kopf blutenden Mann ab. Seine Frau hatte ihn mit einer schweren Vase attaktiert. «Für die Polizisten war ich sofort der Täter», so Siefers bittere Erfahrung.

Eine repräsentative irische Studie hat ergeben, dass 15 Prozent der Frauen und sechs Prozent der Männer in einer gewalttätigen Beziehung gelebt haben. «Das ist sehr viel», sagt Jungnitz. Zumal die Iren ihre Definition auf schwere Fälle mit Misshandlung und eine deutliche Opfer-Täter-Struktur begrenzt haben. Ludger Jungnitz ist überzeugt, dass die Zahlen in Deutschland in ihrer Dimension ähnlich ausfallen würden.

Dabei wird angenommen, dass Frauen mindestens so häufig zuschlagen wie Männer. Vielleicht sogar öfter. Die Gewalt werde aber nicht als so bedrohlich wahrgenommen. «Wenn in Filmen eine Frau einem Mann eine Ohrfeige gibt, dann wird das gar nicht als Gewalt definiert», sagt Peter Thiel vom Männerhaus in Berlin, dem bisher einzigen seiner Art in Deutschland. «Stellt man sich vor, dass die Hand des Mannes ausrutschen würde, sähe das anders aus», ist Thiel überzeugt.

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Interessante Randnotiz:

Zur Zeit wird ein Gesetz vorbereitet, dass prügelnden Ehemännern eine Zwangsberatung zuteil werden lassen soll – Frauen als Täterinnen werden sinngemäß mit dem Hinweis ausgeschlossen, dass es sie kaum gäbe und zudem keine Erfahrungen mit der Täterinnenarbeit vorlägen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit hat – von der feministischen Lobby bezahlt und instruiert – die Grundlagen ihrer Arbeit, die auf der konkreten Ausblendung weiblicher Täterinnen beruhen, sogar als “Standards” für das Gesetzes-Konzept geliefert. Ob man dort jetzt vieleicht über die allzu offensichtliche Parteilichkeit nachdenkt?

Ich vermute, dass es noch sehr lange dauern wird, bis das auch von deratigen staatlich finanzierten Institutionen der Schutz vor Gewalt als auch für Männer geltendes Menschenrecht und die Inverantwortungsnahme der männlichen und weiblichen Täter(innen) als allgemeine Menschenpflicht annerkannt werden wird. Allzudeutlich ist bisher noch die Ideologie der “Täter und Opferinnen” zu erkennen.

Denn: wie lesen wir auf der Seite der BAG-Täterarbeit?

Die Standards TäHG wurden in einem intensiven Prozess innerhalb der letzten zwei Jahre von der AG Standards TäHG und den TeilnehmerInnen der bundesweiten Fachtagungen entwickelt und – das ist einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik – mit Vertreterinnen der Frauenunterstützungseinrichtungen, der Bundeskonferenz der Interventionsprojekte und mit WissenschaftlerInnen diskutiert und abgestimmt.
Dabei wurden langjährige Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen-geführt und dienen nun als Grundlage für die weitere Arbeit mit Tätern Häuslicher Gewalt.

Leider ist diese Wissenschaftlichkeit schlicht “ideologiekonform”, sodass sie Täterinnen und bereits bestehende Beratungsangebote ausblendet.

Es werden vermutlich noch viele weitere Jahre vergehen müssen, in denen geschlagene Männer als Täter behandelt und verlacht werden, weibliche Täterinnen jedoch ihre Gewalt allein deshalb eskalieren, weil sie als solche nicht “anerkannt” werden. Wer sich selbst als Opfer sieht, wird weiter zuschlagen – so wird ein wesentlicher Bestandtteil des weiblichen Gewaltkreislaufes beschrieben…

B. Oelemann