Einige Zahlen und Argumente zu partnerschaftlicher Gewalt, die seit Jahren verfügbar aber den meisten nicht bekannt sind…

In einem Essay für die Welt hat Professor Amendt die Forderung der Schließung von Frauenhäusern und der gleichzeitigen Einrichtung von Zentren für Familien mit Gewaltproblemen gefordert. Es hagelte geradeso Zustimmung wie verbissene und völlig deplazierte Kritik, die im Allgemeinen nur darin bestand, ihn schlicht falsch zu zitieren (nämlich die Einrichtung von Zentren für Familien mit Gewaltproblemen einfach wegzulassen), und Prof. Amendt damit zu unterstellen, er wolle den Schutz von Frauen torpedieren…

Hier sei nun auf seine differenzierte Antwort hingewiesen, damit einfach nicht weiterhin falschen Bezichtigungen in die Welt gesetzt werden.

Merke: Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

In einem Essay für DIE WELT (hier) vom 16. Juni 2009 habe ich die Abschaffung von Frauenhäusern und deren Ersetzung durch Zentren für Familien mit Gewaltproblemen gefordert. Fast 60.000 Leser der WELT haben dazu abgestimmt. 60 Prozent haben der Schließung und der Schaffung von Familienzentren zugestimmt. Das bestätigt nicht nur den prekären Ruf von Frauenhäusern, sondern es vollzieht Entwicklungen in den USA nach, die deren mangelnde Eignung bei der Bewältigung gewalttätig verlaufender Familienkrisen bestätigen.

Da der Deutsche Bundestag demnächst1 darüber entscheiden soll, Frauenhäuser angesichts schwindender Zahlungsbereitschaft der Kommunen zu finanzieren, muss die Frage geklärt werden, ob Frauenhäuser überhaupt mit sozialstaatlichen Zielen vereinbar sind. Denn der grundsätzliche Mangel von Frauenhäusern beruht auf deren Ursprungsideologie von einer »gewalttätigen Patriarchatsherrschaft«, die Männer allein als Gewalttätige in Partnerschaften, an Kindern und in der Gesellschaft beschreibt. Auch wenn einige Frauenhäuser sich von dieser Ursprungsideologie distanzieren und einige sie nur halbherzig akzeptiert haben, so bleibt deren Mangel, dass sie die Partnerschaftsdynamik gewalttätiger Paare ausschließen.
Die Existenz des Frauenhauses zerteilt, was im Leben von Paaren zusammengehört: die Lösung von Konflikten.
Darüber wurde während der letzten 2o Jahre ein abschätziges bis hin zum Hass erfülltes Bild von Männern gezeichnet. Man denke an die bundesweiten Plakataktionen, die zumeist vom Bundesfamilienministerium finanziert wurden. Und noch dieser Tage wird gemeinsam mit der hessischen Bäckerinnung nach dem Vorbild einer Aktion unter dem Patronat von Bischöfin Jepsen im November 2008 eine Aktion durchgeführt, die propagiert, dass allein Männer in Partnerschaften gewalttätig seinen. Historisch gesehen haben Frauenhäuser und deren Interessenvertretung einen wesentlichen Anteil an der Entstehung der üblich gewordenen Misandrie – dem der Entwertung und dem Hass auf das Männliche. Angesichts der mangelnden Kenntnisse der Öffentlichkeit über den Stand der Forschung2 zur partnerschaftlichen Gewalt sollen hier Daten präsentiert werden, der dieser Unkenntnis entgegenwirken.

Hier bitte weiterlesen…

Fakten+und+Argumente+zur+Gewaltdebatte

Beitrag zur Arbeit mit Täterinnen

Sabine Seifert-Wieczorkowsky und Edna Hansen-Beckers haben einen Artikel über die Hintergründe von Täterinnenarbeit veröffentlicht.

Sie fragen:

woman.jpgFrauen sind Opfer! Dürfen Frauen auch als Täterinnen wahrgenommen werden?

Dürfen wir Täterinnen mitdenken oder gilt eher die Devise: „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“.

“Verführt” eine 30 jährige Frau einen 14 jährigen Jungen, so ist das kein sexueller Missbrauch. “Verführt” jedoch ein 30 jähriger Mann ein 14 jähriges Mädchen, ist das auf jeden Fall Missbrauch. Ein weiterer Mythos ist, dass Frauen ihre Kinder nur aus entschuldigter Überforderung heraus schlagen.

Es gilt allgemein: “Frauen sind Opfer – Frauen sind gut“ und „Männer sind Retter oder Täter“.

Hier geht es zum ganzen Artikel.