Die Taz gilt allgemein ja nicht als besonders frauenfeindlich. In zahlreichen Artikeln wird das Thema “Vergewaltigung” rauf und runterdekliniert, mal mehr, mal weniger mit konkreten Zahlen belegt.
Sehr manipulativ allerdings wird jetzt das Thema “Falschbeschuldigung” aufgegriffen, wie Arne Hoffmann in seinen beiden Artikeln belegt.
Das augenscheinliche Motto: Wenn ein Mann akribisch und sehr differenziert belegt, dass Falschbeschuldigungen von Frauen wegen Vergewaltigung relativ häufig sind, wird ihm direkt unterstellt, er wolle manipulieren.
Um diese Konsequenzen geht es. In der Regel handelt es sich, das hat auch die Studie des Bayrischen LKA ergeben, um massive Traumatisierungen. Wenn Ilse Lenz die Unzahl der Studien und Meta-Studien, die ich in meinem Artikel nicht nur zitiert, sondern stichpunktmäßig auch direkt verlinkt habe, schlicht unerwähnt lässt und so tut, als würde ich unseriöserweise nur einen einzigen Satz aus der breiten Forschungsliteratur herausgreifen, dann manipuliert sie ihre Leser auf eine Weise, die nahelegt, dass diese Traumatisierungen und ihre Häufigkeit weiterhin ein Tabuthema bleiben sollen. Das ist infam.
Aber natürlich gibt es auch bei diesem schmutzigen Artikel einen Silberstreifen: Bei den Feministinnen der “taz” liegen die Nerven inzwischen offenkundig reichlich blank, wenn sie nach Thomas Gesterkamp und Simone Schmollack jetzt in so schneller Folge bereits eine weitere Mitarbeiterin mit derartigen Böllern auf die neue Bürgerbewegung der Männer schießen lässt. Der feministische Monolog der letzten vier Jahrzehnte ist zuende. Ilse Lenz mag so selektiv zitieren wie sie kann – auch Falschbeschuldigungen bei sexueller Gewalt sind kein Tabuthema mehr.
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