Marco W. schon verurteilt…

marco.jpgso titelt heute die Süddeutsche – und sie hat recht damit.
Eigentlich gehört der “Fall Marco” gar nicht in dieses Blog – denn hier geht es um Täter(innen)- arbeit. Doch es ist erneut die Frage zu stellen, wie wohl in einer umgedrehten Konstellation vorgegangen worden wäre. Wenn also zum Beispiel ein 17 jähriges deutsches Mädchen in der Türkei angezeigt worden wäre, einen 13jährigen Jungen, der sich als 15jährig dargestellt hätte, missbraucht zu haben.

Im schlimmsten Fall kann sich dieses Verfahren noch Jahre hinziehen. Das ist übel. Marco muss wenigstens die Möglichkeit gegeben werden, den Prozess als freier Mann zu verfolgen. Der 17-Jährige hat mittlerweile eine traurige Berühmtheit erlangt. Die Fortsetzung seiner U-Haft heute noch mit “Fluchtgefahr” zu begründen, ist schon deshalb absurd.

So endet das Resumee der Süddeutschen.