Es ist schon etliche Jahre her, da lief auf dem Fernsehsender „arte“ eine Sendung über ein Frauenhaus irgendwo in den USA. Es wurden die Schicksale der Frauen beschrieben, das war nichts Neues. Allerdings gab es eine Sache, die erstaunte. Die Verantwortlichen dieser Einrichtung hatten sich entschlossen aus der Anonymität herauszutreten. Für alle öffentlich und gut sichtbar, wurde die Einrichtung als das präsentiert, was sie ist: Eine Zuflucht für geschlagene Frauen. In der Bewertung dieses Schrittes waren sich die Akteure einig: Ein Entschluss in die richtige Richtung, der sich bewährt, denn nun hatte man den Schutz der Öffentlichkeit hinzugewonnen.In Deutschland fahren wir bislang größtenteils noch das Prinzip der Anonymität von Frauenhäusern, sie sollen im Verborgenen bleiben. Es wird auf Antrag und per einstweiliger Verfügung gar richterlich eine hohe Strafe angedroht, wenn man sich hat verleiten lassen die Adresse einer solchen Schutzeinrichtung preis zu geben. Das wird mit dem besonderen Sicherheitsbedürfnis dieser Frauen begründet. Um es genau zu sagen: Ihrer Angst vor dem Täter, geschürt durch die Parteilichkeit der Frauenhausarbeit. Die Angst des Mannes vor einer Täterin wirkt bei einem solchen Konzept geradezu lächerlich und wird klein geredet.Im Konzept der Anonymität wird in der Ausübung der Taten nicht differenziert, denn die Idee der Opferschaft der Frau ist Prinzip. So unterliegt eine psychisch unter Druck gesetzte Frau der gleichen Anonymitätspflicht, wie eine, die eine schwere Körperverletzung erdulden musste. Auch die Frau, dienichts zu befürchten hat muss sich dieser Befürchtungstheorie total unterwerfen, wenn sie den Schutz des Frauenhauses genießen will. Die Opferschaft des Mannes findet dagegen nur minimalistischen Anklang, etwa mit dem lapidaren Satz: Auch Männer können Opfer häuslicher Gewalt sein. Konsequenzen aus dieser Option werden bislang nicht gezogen, entsprechende Angebote scheinen fälschlicherweise überwiegend entbehrlich.Was lernen Frauen, die sich in die Anonymität eines Frauenhauses flüchten und dort bisweilen Monate bleiben? Obwohl nach dem Gewaltschutzgesetz die Wegweisung möglich ist und obwohl eine Anzeige, eine Anklage und eine Verurteilung von Tätern, welchen Geschlechtes auch immer, dingfest macht. Was lernen Frauen denen gepredigt wird, sie hätten keinen Anteil an dieser Beziehungstat, der Mann sei der einzig schuldige? Frauen, denen als Lösung ihrer Situation in der Beratung nur die Trennung vom Mann nahegelegt wird? Die sich einem ganzen Netz parteilicher Einseitigkeit gegenübersehen? Du musst geheim bleiben und im geheimen wirken?Hier geht es spannend weiter…
Weshalb es gut ist, die Adresse von Frauenhäusern zu veröffentlichen.
Schuld muss bewiesen und nicht vermutet werden.
Männer sind keine Frauen, aber deshalb nicht automatisch potenzielle Sexualverbrecher. Es gibt kein “gutes” und kein “böses” Geschlecht. Trotzdem wird darüber diskutiert.
Das Kasseler Landgericht hat vor einigen Tagen einen Lehrer freigesprochen, der zuvor fünf Jahre lang als vermeintlicher Vergewaltiger im Gefängnis gesessen hatte. Weil er ein Geständnis verweigert hatte, war der Mann außerdem zwangsweise einer psychiatrischen Behandlung unterzogen worden. Das vermeintliche Opfer hatte, wie das Gericht jetzt feststellte, bereits in anderen Fällen Lügengeschichten erfunden, um sich Vorteile zu verschaffen. Nach der angeblichen Tat war die Frau Tennis spielen gegangen, anschließend besuchte sie einen Frauenstammtisch.Was beweist dieser Fall? Gar nichts. Es gibt auch Vergewaltiger, die zu Unrecht freigesprochen werden. Und es gibt Frauen mit dem denkbar schlechtesten sogenannten „Leumund“, die tatsächlich das Opfer einer Vergewaltigung wurden und denen anschließend niemand glaubt. Andererseits muss ein sexbesessener Supermacho nicht zwangsläufig ein Vergewaltiger sein.
In der Diskussion über die Fälle Jörg Kachelmann und Dominique Strauss-Kahn hatte man manchmal den Eindruck, als ob einige Kommentatorinnen am liebsten ein Sonderrecht für Männer schaffen würden, in dem die Beweislast zu Ungunsten des Angeklagten umgekehrt wird. Sind Männer etwa nicht sowieso und grundsätzlich Täter? Die ehemalige „taz“-Chefredakteurin Bascha Mika zum Beispiel macht sich in einem Kommentar lustig über die Angst von Männern, als „Sextäter angeschwärzt und gejagt zu werden“. Sie scheint das gut zu finden. Frau Mika würde das Lachen sicher vergehen, wenn man sie unschuldig fünf Jahre lang einsperren und zwangspsychiatrisieren würde. Und sie wäre, zu Recht, empört, wenn irgendwer sich über die Ängste von Vergewaltigungsopfern lustig macht.
Harald Martenstein macht sich so seine Gedanken über Gut und Böse und die, die sich wie Bashha Mika, Ex-Chefredakteurin der feminismustreuen TAZ, offenbar bereits jenseits davon aufhalten.
Kachelmann will Stiftung für Opfer von Falschbeschuldigungen gründen
Jörg Kachelmann hat ein ausführliches und in Gänze lesenswertes Interview der Weltwoche gegeben.
Hier einige Auszüge:
(Weltwoche) Warum lassen Sie die ganze Sache nicht auf sich beruhen?
Es ist das Recht und es ist die Pflicht eines jeden zu Unrecht Beschuldigten. Die heuchlerischen Aufrufe der Medien, dass ich nun doch aus taktischen Gründen demütigst zu schweigen und zu verschwinden hätte, sind der Versuch, deren menschenverachtende Vorverurteilung möglichst schnell vergessen zu machen. Nun wollen gerade die mein Schweigen, die sich vorher als die willfährigsten Sprachrohre der lügenden Staatsanwaltschaft Mannheim geriert haben: Springer, Burda, Stern, Süddeutsche. Während des Prozesses sehnt man sich den Moment des Freispruchs herbei und glaubt, es würden Zentnerlasten von einem abfallen. Heute muss ich sagen: Der Kampf fängt erst an.
…
(Weltwoche) Es gab dieses berühmte Gutachten der Psychologin Luise Greuel, das ernsthafte Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Beschuldigerin aufkommen liess. Dieses Gutachten kam doch zustande, als Birkenstock noch Ihr Anwalt war.
Ja, das stimmt, die Staatsanwaltschaft hatte es in Auftrag gegeben, nachdem Birkenstock seinerseits mehrere psychologische Sachverständige beauftragt hatte, die Aussagen der Nebenklägerin zu analysieren. Die Ergebnisse dieser Expertisen wiederum weckten Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Aussage der Klägerin, was Staatsanwalt Oltrogge unter Druck setzte. Das Fazit des Greuel-Gutachtens war klar: Die Klägerin erzähle die angebliche Vergewaltigung, die nie stattfand, nicht «erlebnisfundiert». Ihre Aussage sei vor Gericht somit nicht belastbar. Spätestens da hätte die Staatsanwaltschaft mich aus dem Knast entlassen müssen. Birkenstock allerdings merkte nicht, dass die Gutachterin der Staatsanwaltschaft eine folgenschwere Hintertür geöffnet hatte. Greuel spekulierte nämlich auch unwissenschaftlich und über ihren Auftrag hinausgehend über die hypothetische Annahme, dass man durch ein Trauma Dinge vergessen könne. Diese hier abseitige Hypothese wurde allerdings durch den vom Gericht bestellten Gutachter Professor Kröber sowie Professor Köhnken vollständig widerlegt.
(Weltwoche) Genau dieses Greuel-Argument nahm die Staatsanwaltschaft auf mit kurioser Logik: Weil sich die Klägerin in Widersprüche verstricke, sei sie glaubwürdig. Überspitzt: Weil sie lügt, sagt sie die Wahrheit.
Das ist der grösste Schwachsinn, den die Staatsanwaltschaft auftischte, und so hatte es selbst Frau Professor Greuel nicht gesagt, wie sie selbst später vor Gericht erklärte. Die Mindestanforderungen an eine belastende Aussage seien nicht erfüllt, sagte die Gutachterin, denn die Aussagen der Klägerin seien so lückenhaft und inkonstant, dass die Grundvoraussetzungen für eine belastbare Aussage nicht gegeben seien. Somit würden sich alle weiteren Schritte zur Prüfung der Aussage mangels Basis erübrigen. Oder anders: Wenn kein Haus da ist, müssen wir übers Dach nicht reden.
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(Weltwoche) Haben Sie eine Erklärung, warum die Justiz derart einseitig gegen Sie vorging?
Ich bin nicht alleine. Es gab und gibt eine Unzahl von Fehlurteilen bei Sexualstraftaten. Hunderte sitzen mutmasslich unschuldig in deutschen Gefängnissen. Die Einseitigkeit ist eine Modeerscheinung, die durch mich nur breiter bekannt wurde.
(Weltwoche) Fairerweise muss man anmerken: Welcher Richter kann es sich leisten, eine Frau, die behauptet, vergewaltigt worden zu sein, als Lügnerin zu bezeichnen? Dieser Richter würde von Journalisten und Feministinnen umgehend zum Verbrecher erklärt.
Es ist in Deutschland der angeblichen Feministin Alice Schwarzer tatsächlich gelungen, einen fundamentalistischen Konsens herzustellen, auch und gerade in den Medien. Sie hat den Weg bereitet, der von einer frauenfeindlichen Justiz, die es vor dreissig Jahren unbestritten gab, zu ihrem Gegenteil führte. Früher hiess es bei Vergewaltigungen, die Frau hätte halt kein kurzes Röckli tragen sollen. Heute ist, genauso verbrecherisch, der umgekehrte Fall verbreitet. Der Mann ist dem Vergewaltigungsvorwurf fast hilflos ausgeliefert. Er wird von einer wachsenden Zahl von Frauen als Waffe benutzt. Es gibt Experten, die sagen, dass ein Drittel aller Vergewaltigungsanzeigen vorsätzlich zu Unrecht erhoben wird, andere Experten sagen, es sei sogar die Hälfte. Es funktioniert wunderbar.
(Weltwoche) Kritiker behaupten, Ihr Freispruch würde künftig Frauen davon abhalten, eine Anzeige zu erstatten. Man verweist auf die Klägerin, die durch die Hölle gegangen sei.
Das Gegenteil ist doch der Fall. Man kann einen Mann beschuldigen, ohne dafür bestraft zu werden. Sogenannte Opfervereinigungen wie der Weisse Ring übernehmen kritiklos alles, was gegen den Mann spricht. Sie sagen offen, dass sie gar nicht genau abklären wollen, ob eine Frau wirklich Opfer einer Vergewaltigung ist oder eine Vergewaltigung einfach nur erfunden hat, um einen Mann zu zerstören. Diesen Gruppierungen ist ein unschuldig verurteilter Mann lieber als der Rechtsstaat. Die Feministin Alice Schwarzer sagte sinngemäss, im Zweifelsfall müsse für das angebliche Opfer entschieden werden. Das ist ein öffentlicher Aufruf zur Abschaffung des Rechtsstaates, was natürlich kaum eine Zeitung kritisierte. Der Weisse Ring steht mit seiner Haltung ebenfalls nicht mehr auf dem Boden des Rechtsstaates. Er hat wider besseres Wissen eine Lügnerin unterstützt, daher ist es nicht sinnvoll, dem Weissen Ring noch Spenden zukommen zu lassen. Nebenklägerin Dinkel hatte immer ein Gefolge von rund vier Vasallen des Weissen Rings im Schlepptau, die sich mit Hingabe um die falschbeschuldigende Lügnerin bemühten. So wie diese angebliche Opferorganisation heute aufgebaut ist, schadet sie nicht nur unschuldigen Männern, weil sie grundsätzlich jeder Frau glaubt. Der Weisse Ring schadet auch den echten Opfern.
Wie die EU sich selbst belügt, und weshalb offiziellen Stellen in Bezug auf häusliche Gewalt nicht zu glauben ist…
Wenn schon, denn schon…
Es gibt sie noch immer: die ewig Gestrigen, die annehmen, dass häusliche Gewalt ein klares Schema hätte: Männer schlügen Frauen und Mädchen und sonst nichts.
Genau diese weiblichen Seilschaften sind es, die eine wirklich sinnvolle Arbeit gegen häusliche Gewalt verunmöglichen und deshalb hoffentlich bald im Nirvana der überkommenen Märchenerzählerinnen landen, denn hunderte Studien belegen weltweit, dass häusliche Gewalt initiativ gleichberechtigt als Mittel von Täterinnen wie von Tätern eingesetzt wird, die eigene Unzulänglichkeit oder Hilflosigkeit nicht merken zu müssen.
Die Eu – bzw. deren Verantwortliche für das Thema – laden aber im Jahr 2011 noch immer mit der großspurigen Ankündigung: ”Zero Tolerance on Domestic Violence: Towards a Comprehensive EU-Wide Policy” ein und meinen damit auch nur weniger als die Hälfte der gesamten verübten häuslichen Gewalttaten, wie dem beiliegenden Flyer zu entnehmen ist…
Hier ist er: Abstrakt and Programm der Tagung in Brüssel
Kachelmann am letzten Verhandlungstag…
Schwenn betonte, dass nach einem Freispruch eigentlich die Nebenklägerin Claudia D. wegen Falschaussage verfolgt werden müsste. Das sei aber nicht zu erwarten, weil für solche Ermittlungen die Staatsanwaltschaft Mannheim zuständig wäre. Die Behörde habe sich aber darauf versteift, der Ex-Freundin von Kachelmann bedingungslos zu glauben. Mit dieser “Blindheit für die Beweislage” hätten Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge und Oberstaatsanwalt Oskar Gattner das Ansehen der Behörde preisgegeben. Schwenn forderte die Richter und die zwei Schöffen auf, sich dieser Position nicht anzuschließen und auch nicht mit moralischen Kategorien zu werten. Mit Blick auf die zahlreichen Ex-Geliebten von Kachelmann sagte Schwenn, die Kammer sei “nicht die Retterin enttäuschter Frauen. Keines der ,Lausemädchen’ kann geglaubt haben, es sei die Einzige gewesen.”
Am Morgen hatte sich zunächst Kachelmanns Pflichtverteidigerin Andrea Combé in ihrem Plädoyer alle Argumente der drei Staatsanwälte Punkt für Punkt vorgenommen und sie regelrecht seziert. Weder die Spuren auf dem Messer, mit dem Kachelmann seine Ex-Geliebte bedroht haben soll, noch die Verletzungen der Frau sind nach ihrer Ansicht geeignet, die Schuld Kachelmanns zu beweisen. “Es gibt keine Spuren an dem Messer, die die Version der Nebenklägerin bestätigen”, sagte Combé.
Das Argument der Staatsanwaltschaft, diese seien zufällig oder bewusst abgewischt worden, widerspreche jeder wissenschaftlichen Erkenntnis, sagte die Anwältin. DNA-Spuren ließen sich nicht einfach wegwischen. “Das Messer ist als Tatwerkzeug eindeutig auszuschließen.”
Die Verteidigung geht auch davon aus, dass sich die Ex-Geliebte die Hämatome an ihren Oberschenkeln selbst zugefügt haben könnte. Das Argument der Staatsanwaltschaft, es gebe eine natürliche Grenze, sich selbst Schmerzen zu bereiten, ist aus Sicht der Verteidigung nicht stichhaltig. “Wer dazu bereit ist, eine Belastung wie im vorliegenden Verfahren über sich ergehen zu lassen, ist mit Sicherheit auch dazu bereit, sich physisch erhebliche Schmerzen beizufügen”, sagte Combé.
Auch brachte sie einige neue Überlegungen zur Entlastung von Kachelmann an, die sich auf Zeugenaussagen aus den nicht öffentlichen Verhandlungen stützten. So habe der Schweizer bisher selbst bei größtem Stress – als er nämlich erfuhr, dass seine Kinder gar nicht seine eigenen sind und er um sein Sorgerecht kämpfen musste – nie mit Gewalt reagiert. Es sei daher nicht plausibel, warum er ausgerechnet Claudia D. gegenüber die Kontrolle verloren haben sollte. Die Anwältin zeichnete ein wenig schmeichelhaftes Bild der Nebenklägerin. Sie sei manipulativ, kaltschnäuzig und gerissen.
Kachelmann aus Haft entlassen, doch das Gemetzel seines Rufes geht weiter…
Hier die kurze Chronologie der Ereignisse...
Berlin (dpa) – Der Fernsehmoderator und Wetterkundler Jörg Kachelmann (52) saß mehr als vier Monate in Untersuchungshaft. Am Donnerstag wurde der Haftbefehl gegen ihn überraschend aufgehoben und seine Freilassung angeordnet. Ihm wird vorgeworfen, seine frühere Lebensgefährtin vergewaltigt zu haben. Ein Rückblick:
20. März: Der Moderator und schweizer Staatsbürger wird nach seiner Rückkehr aus Kanada am Frankfurter Flughafen festgenommen. Er gehörte zum Team der ARD bei den Olympischen Spielen in Vancouver.
22. März: Kachelmanns Anwalt weist die Vergewaltigungsvorwürfe als «frei erfunden» zurück. Der Moderator kündigt an, «wegen falscher Anschuldigung» Klage zu erheben. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft besteht jedoch dringender Tatverdacht.
23. März: Kachelmann beteuert seine Unschuld: «Er hat die ihm vorgeworfene Tat nicht begangen», teilen seine Kölner Anwälte auf ihrer Website mit.
24. März: Bei einem Haftprüfungstermin in Mannheim bestreitet der TV- Wetterexperte die Vergewaltigung erneut. Der Haftrichter entscheidet jedoch, dass er vorerst in U-Haft bleiben muss.
27. März: Die Festnahme des Moderators war von langer Hand geplant, berichtet das Magazin «Der Spiegel». Eine «Soko Flughafen» habe die Aktion drei Wochen lang vorbereitet.
4./5. Mai: Kachelmanns Anwalt beantragt, den Haftbefehl aufzuheben. Eine Entscheidung darüber vertagt der Haftrichter jedoch. Zunächst müssten weitere Ermittlungsergebnisse vorliegen.
15. Mai: Die Ex-Freundin des Schweizers hat «zwei Punkte ihrer Aussage» laut «Spiegel» zurückgenommen. Den Vorwurf der Vergewaltigung hält sie aber aufrecht.
19. Mai: Die Mannheimer Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Kachelmann wegen des Verdachts der Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall und gefährlicher Körperverletzung.
5. Juni: Der «Spiegel» berichtet von einer möglichen Wende des Falls. Ein Gutachten nähre Zweifel an der Aussage von Kachelmanns Ex- Freundin. Es gebe keinen Anlass, den Fall neu zu bewerten, teilt dagegen die Staatsanwaltschaft mit. Die Aussage sei glaubhaft.
1. Juli: Das Landgericht Mannheim will den Haftbefehl nicht aufheben. Der 51-Jährige sei weiter dringend tatverdächtig. Kachelmanns Anwalt hatte Haftbeschwerde eingelegt.
7. Juli: Die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe teilt mit, dass sie beantragt hat, Kachelmanns Haftbeschwerde als unbegründet zu verwerfen.
9. Juli: Das Landgericht Mannheim eröffnet das Hauptverfahren gegen den 51-Jährigen. Es lässt die Anklage der Staatsanwaltschaft in vollem Umfang zu. Kachelmann soll sich vom 6. September an vor Gericht verantworten.
15. Juli: Kachelmann verbringt seinen Geburtstag hinter Gittern.
17. Juli: Im Gefängnis will Kachelmann die Generalversammlung einer seiner Firmen abhalten, berichtet das Nachrichtenmagazin «Focus». Die Justizvollzugsanstalt und das Landgericht Mannheim genehmigten die Sitzung der Aktionäre hinter Gittern.
19. Juli: Das Aktionärstreffen wird kurzfristig abgesagt.
29. Juli: Das Oberlandesgericht Karlsruhe hebt den Haftbefehl gegen Jörg Kachelmann auf. Es bestehe kein dringender Tatverdacht mehr, der für die Untersuchungshaft erforderlich sei.
Was bleibt? Ein garantiert ruinierter Ruf!!! Ein Mann, der möglicherweise unschuldig ist – und das wird warscheinlich darauf hinauslaufen – ist für den Rest seines Lebens als “potentieller Vergewaltiger” abgestempelt.
Frage – ungeachtet des momentanen Standes und gesetzt den Fall, seine Unschuld würde bewiesen, bzw. seine Indizien würden nicht für eine Verurteilung ausreichen:
Wie fühlt sich das wohl an? Hätte dieser Mann je wieder eine Chance, eine neue Frau kennen zu lernen, die keine Angst vor ihm hat?
Fazit: Nein, solche Chancen gibt es nicht nach einem solchen Verdacht, dem Vorgehen der Staatsanwaltschaft, und unserer vorverurteilenden “Qualitätsmedien“. Derart ausgeprägter Männerhass wurde seit langem quasi zum gesellschaftlichen Mainstream gemacht: Die guten (Frauen) ins Töpfchen…
Klar formuliert: Männer sind in unserer Wahrnehmung im Zweifel oder Verdacht stets schon schuldig und daher von Grund auf eher Schweine.
Weibliche Täterschaft ist für Ministerin Schröder mehr eine “Glaubensfrage”
Viele Studien, die belegen, dass Frauen annähernd hälftig häuslich gewalttätig sind, belegen in ihrer Zusammenfassung von Murray Straus (Strauss-2009) zugleich, weshalb genau diese Tatsachen auch in der Politik ausgeblendet und verleugnet werden.
Geradezu ein “Schulbeispiel” darüber, wie eine solche Ausblendung von Wirklichkeiten durch Ministerinnen funktioniert, lässt sich im Interview von Kristina Schröder und im Kommentar bei den “Webjungs” nachlesen.
Dekanat Rodgau: Nun gibt´s Täterberatung gegen Gewalt in der Familie – natürlich nur für die “bösen Männer”
Zielgruppe für die neue Beratungsstelle sind in der Regel Familienväter, die in Fällen häuslicher Gewalt bei Polizei oder Behörden auffällig geworden sind. Gerichte und Staatsanwaltschaften hatten schon lange erheblichen Bedarf für eine solche Stelle angemeldet, entsprechend erfolgt die Vermittlung meist auch über behördliche oder gerichtliche Anordnung. Aber auch die Polizei, Frauenhäuser und -beratungsstellen begrüßen die neue Täterberatung, unter anderem der „Runde Tisch gegen häusliche Gewalt“ des Kreises sowie der Kreisverband „Frauen helfen Frauen“, so Heike Schlott, die in der Beratung von Frauen arbeitet, und Julia Widmann, Leiterin der Abteilung für Erziehungsberatung und Jugendförderung des Kreises.
Dekanat Rodgau: Täterberatung gegen Gewalt in der Familie
Merke: Gewalt in der Familie ist auch die Gewalt gegen Männer oder Kinder, wobei 25% der Täter weiblich sind…
Doch gegen solche Gewalt wird natürlich in diesen feministischen Zirkeln nicht vorgegangen, bzw. diese Gewalt exisitiert nicht…
Bad Hersfeld: Wenn die Hand ausrutscht – Hersfelder Zeitung
Bad Hersfeld. Ein weißer Fleck war Nordhessen bisher auf der Karte, die Beratungs- stellen für Männer aufzeigt, die Gewaltprobleme in Partnerschaft und Familie haben. Zwar gab und gibt es einzelne Beratungs- und Behandlungsangebote, doch eben keine Einrichtung, die sich eigens diesem Problem widmet.Das ist ab sofort anders. In Bad Hersfeld wurde jetzt in der Klausstraße 31 im Gebäude der Hersfelder Zeitung “Dialog” eröffnet, eine Fachstelle für “Täterarbeit häusliche Gewalt” und eine Fachstelle für den Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) im Erwachsenenstrafrecht im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.Christoph Lyding ist Ansprechpartner für Männer, denen schon mal die Hand ausrutscht, wenn es Konflikte mit ihrer Partnerin gibt, die laut werden, schubsen oder zuschlagen. Zielgruppe sind diejenigen Männer, die aus der momentanen Situation heraus Gewalt anwenden – auch wiederholt. Sie stellen nach den Erfahrungen der Mitarbeiterinnen des Vereins Frauen helfen Frauen den größten Teil der familiären Gewalttäter dar. Wenn ein Mann seit vielen Jahren die Familie drangsaliert, wenn sich ein zwanghaftes Muster erkennen lässt und die Gewalt struktureller Natur ist, dann wird ihm, so befürchtet Lyding, auch das sechs Monate dauernde Verantwortungs- und Anti-Gewalt-Training nicht wirklich helfen, sondern nur eine weiterreichende Therapie.Nur ein Teil der Männer wird aus eigenem Antrieb in die Beratungsstelle kommen. Diese Erfahrung hat Christoph Lyding gemacht, der bei der AWO in Eschwege unter anderem mit Männern mit Gewaltproblemen arbeitet. Wichtig ist deshalb die enge Zusammenarbeit mit Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht…
Berater und Trainer sind Sozial- oder Diplompädagogen und zertifizierte Deeskalationstrainer, die nach den Standards der Bundesarbeitsgemeinschaft “Täterarbeit häusliche Gewalt” vorgehen.
Bad Hersfeld: Wenn die Hand ausrutscht – Hersfelder Zeitung
So ist es wiedermal: um Weihnachten herum werden viele Märchen erzählt, wie das, dass die meisten Männer Frauen drangsalieren und nicht, dass Gewalt im Geschlechterverhältnis eine klare 25% 25% 50% Regel hat, wie mein letzter Eintrag hier nahelegt.
Einige Zahlen und Argumente zu partnerschaftlicher Gewalt, die seit Jahren verfügbar aber den meisten nicht bekannt sind…
In einem Essay für die Welt hat Professor Amendt die Forderung der Schließung von Frauenhäusern und der gleichzeitigen Einrichtung von Zentren für Familien mit Gewaltproblemen gefordert. Es hagelte geradeso Zustimmung wie verbissene und völlig deplazierte Kritik, die im Allgemeinen nur darin bestand, ihn schlicht falsch zu zitieren (nämlich die Einrichtung von Zentren für Familien mit Gewaltproblemen einfach wegzulassen), und Prof. Amendt damit zu unterstellen, er wolle den Schutz von Frauen torpedieren…
Hier sei nun auf seine differenzierte Antwort hingewiesen, damit einfach nicht weiterhin falschen Bezichtigungen in die Welt gesetzt werden.
Merke: Wer lesen kann ist klar im Vorteil!
In einem Essay für DIE WELT (hier) vom 16. Juni 2009 habe ich die Abschaffung von Frauenhäusern und deren Ersetzung durch Zentren für Familien mit Gewaltproblemen gefordert. Fast 60.000 Leser der WELT haben dazu abgestimmt. 60 Prozent haben der Schließung und der Schaffung von Familienzentren zugestimmt. Das bestätigt nicht nur den prekären Ruf von Frauenhäusern, sondern es vollzieht Entwicklungen in den USA nach, die deren mangelnde Eignung bei der Bewältigung gewalttätig verlaufender Familienkrisen bestätigen.
Da der Deutsche Bundestag demnächst1 darüber entscheiden soll, Frauenhäuser angesichts schwindender Zahlungsbereitschaft der Kommunen zu finanzieren, muss die Frage geklärt werden, ob Frauenhäuser überhaupt mit sozialstaatlichen Zielen vereinbar sind. Denn der grundsätzliche Mangel von Frauenhäusern beruht auf deren Ursprungsideologie von einer »gewalttätigen Patriarchatsherrschaft«, die Männer allein als Gewalttätige in Partnerschaften, an Kindern und in der Gesellschaft beschreibt. Auch wenn einige Frauenhäuser sich von dieser Ursprungsideologie distanzieren und einige sie nur halbherzig akzeptiert haben, so bleibt deren Mangel, dass sie die Partnerschaftsdynamik gewalttätiger Paare ausschließen.
Die Existenz des Frauenhauses zerteilt, was im Leben von Paaren zusammengehört: die Lösung von Konflikten.
Darüber wurde während der letzten 2o Jahre ein abschätziges bis hin zum Hass erfülltes Bild von Männern gezeichnet. Man denke an die bundesweiten Plakataktionen, die zumeist vom Bundesfamilienministerium finanziert wurden. Und noch dieser Tage wird gemeinsam mit der hessischen Bäckerinnung nach dem Vorbild einer Aktion unter dem Patronat von Bischöfin Jepsen im November 2008 eine Aktion durchgeführt, die propagiert, dass allein Männer in Partnerschaften gewalttätig seinen. Historisch gesehen haben Frauenhäuser und deren Interessenvertretung einen wesentlichen Anteil an der Entstehung der üblich gewordenen Misandrie – dem der Entwertung und dem Hass auf das Männliche. Angesichts der mangelnden Kenntnisse der Öffentlichkeit über den Stand der Forschung2 zur partnerschaftlichen Gewalt sollen hier Daten präsentiert werden, der dieser Unkenntnis entgegenwirken.Hier bitte weiterlesen…




