Kachelmann aus Haft entlassen, doch das Gemetzel seines Rufes geht weiter…

Bunte (c) Jörg KachelmannHier die kurze Chronologie der Ereignisse...

Berlin (dpa) – Der Fernsehmoderator und Wetterkundler Jörg Kachelmann (52) saß mehr als vier Monate in Untersuchungshaft. Am Donnerstag wurde der Haftbefehl gegen ihn überraschend aufgehoben und seine Freilassung angeordnet. Ihm wird vorgeworfen, seine frühere Lebensgefährtin vergewaltigt zu haben. Ein Rückblick:

20. März: Der Moderator und schweizer Staatsbürger wird nach seiner Rückkehr aus Kanada am Frankfurter Flughafen festgenommen. Er gehörte zum Team der ARD bei den Olympischen Spielen in Vancouver.

22. März: Kachelmanns Anwalt weist die Vergewaltigungsvorwürfe als «frei erfunden» zurück. Der Moderator kündigt an, «wegen falscher Anschuldigung» Klage zu erheben. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft besteht jedoch dringender Tatverdacht.

23. März: Kachelmann beteuert seine Unschuld: «Er hat die ihm vorgeworfene Tat nicht begangen», teilen seine Kölner Anwälte auf ihrer Website mit.

24. März: Bei einem Haftprüfungstermin in Mannheim bestreitet der TV- Wetterexperte die Vergewaltigung erneut. Der Haftrichter entscheidet jedoch, dass er vorerst in U-Haft bleiben muss.

27. März: Die Festnahme des Moderators war von langer Hand geplant, berichtet das Magazin «Der Spiegel». Eine «Soko Flughafen» habe die Aktion drei Wochen lang vorbereitet.

4./5. Mai: Kachelmanns Anwalt beantragt, den Haftbefehl aufzuheben. Eine Entscheidung darüber vertagt der Haftrichter jedoch. Zunächst müssten weitere Ermittlungsergebnisse vorliegen.

15. Mai: Die Ex-Freundin des Schweizers hat «zwei Punkte ihrer Aussage» laut «Spiegel» zurückgenommen. Den Vorwurf der Vergewaltigung hält sie aber aufrecht.

19. Mai: Die Mannheimer Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Kachelmann wegen des Verdachts der Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall und gefährlicher Körperverletzung.

5. Juni: Der «Spiegel» berichtet von einer möglichen Wende des Falls. Ein Gutachten nähre Zweifel an der Aussage von Kachelmanns Ex- Freundin. Es gebe keinen Anlass, den Fall neu zu bewerten, teilt dagegen die Staatsanwaltschaft mit. Die Aussage sei glaubhaft.

1. Juli: Das Landgericht Mannheim will den Haftbefehl nicht aufheben. Der 51-Jährige sei weiter dringend tatverdächtig. Kachelmanns Anwalt hatte Haftbeschwerde eingelegt.

7. Juli: Die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe teilt mit, dass sie beantragt hat, Kachelmanns Haftbeschwerde als unbegründet zu verwerfen.

9. Juli: Das Landgericht Mannheim eröffnet das Hauptverfahren gegen den 51-Jährigen. Es lässt die Anklage der Staatsanwaltschaft in vollem Umfang zu. Kachelmann soll sich vom 6. September an vor Gericht verantworten.

15. Juli: Kachelmann verbringt seinen Geburtstag hinter Gittern.

17. Juli: Im Gefängnis will Kachelmann die Generalversammlung einer seiner Firmen abhalten, berichtet das Nachrichtenmagazin «Focus». Die Justizvollzugsanstalt und das Landgericht Mannheim genehmigten die Sitzung der Aktionäre hinter Gittern.

19. Juli: Das Aktionärstreffen wird kurzfristig abgesagt.

29. Juli: Das Oberlandesgericht Karlsruhe hebt den Haftbefehl gegen Jörg Kachelmann auf. Es bestehe kein dringender Tatverdacht mehr, der für die Untersuchungshaft erforderlich sei.

Was bleibt? Ein garantiert ruinierter Ruf!!! Ein Mann, der möglicherweise unschuldig ist – und das wird warscheinlich darauf hinauslaufen – ist für den Rest seines Lebens als “potentieller Vergewaltiger” abgestempelt.

Frage – ungeachtet des momentanen Standes und gesetzt den Fall, seine Unschuld würde bewiesen, bzw. seine Indizien würden nicht für eine Verurteilung ausreichen:

Wie fühlt sich das wohl an? Hätte dieser Mann je wieder eine Chance, eine neue Frau kennen zu lernen, die keine Angst vor ihm hat?

Fazit: Nein, solche Chancen gibt es nicht nach einem solchen Verdacht, dem Vorgehen der Staatsanwaltschaft, und unserer vorverurteilenden “Qualitätsmedien“. Derart ausgeprägter  Männerhass wurde seit langem quasi zum gesellschaftlichen Mainstream gemacht: Die guten (Frauen) ins Töpfchen…

Klar formuliert: Männer sind in unserer Wahrnehmung im Zweifel oder Verdacht stets schon schuldig und daher von Grund auf eher Schweine.

Weibliche Täterschaft ist für Ministerin Schröder mehr eine “Glaubensfrage”

Viele Studien, die belegen, dass Frauen annähernd hälftig häuslich gewalttätig sind, belegen in ihrer Zusammenfassung von Murray Straus (Strauss-2009) zugleich, weshalb genau diese Tatsachen auch in der Politik ausgeblendet und verleugnet werden.

Geradezu ein “Schulbeispiel” darüber, wie eine solche Ausblendung von Wirklichkeiten durch Ministerinnen funktioniert, lässt sich im Interview von Kristina Schröder und im Kommentar bei den “Webjungs” nachlesen.

In Niedersachsen werden jetzt 50% aller Täter häuslicher Gewalt geschützt

Niedersachsen fördert erstmals Einrichtungen, die Täterarbeit leisten. Allein 2008 hat die Polizei in Niedersachsen rund 13 100 Fälle häuslicher Gewalt registriert. Unter den Tätern gibt es viele, die nicht zum ersten Mal zuschlagen. Um Frauen noch besser vor häuslicher Gewalt zu schützen, müssen die Täter lernen, anders mit ihren Aggressionen umzugehen. Sieben Einrichtungen, die ein sogenanntes Verantwortungstraining anbieten, werden 2010 mit insgesamt 140 000 Euro gefördert. Damit knüpft Niedersachsen das bereits bestehende Netz an Institutionen, die Schutz und Hilfe in Fällen häuslicher Gewalt anbieten, noch enger.Sozialministerin Aygül Özkan: „Die Gewaltspirale muss durchbrochen werden“

„Die Täter müssen lernen, sich mit ihrem gewalttätigen Handeln auseinanderzusetzen und Konflikte gewaltfrei zu lösen“, sagt Niedersachsens Sozialministern Aygül Özkan. „Nur so können wir die Gewaltspirale durchbrechen. Viele der betroffenen Frauen wollen sich nicht trennen. Sie wollen, dass ihr Partner aufhört, sie zu schlagen.“

Die Angebote der Täterberatungsstellen haben zwei Zielgruppen im Auge. Sie richten sich einerseits an die Männer, die ihr gewalttätiges Verhalten aus freien Stücken ändern wollen. Andererseits können auch die Strafverfolgungsbehörden Tätern in Fällen häuslicher Gewalt konkrete Auflagen machen und sie einer Täterberatungsstelle zuweisen.

via…

Auch so wird Politik an der Realität vorbei gemacht, Männer werden dämonisiert und Frauen von jeder Gewalttat freigesprochen.

Wenn Sie es nicht glauben, dann sollten Sie einmal ins Nachbarland England schauen, in dem derartige Initiativen nur noch geschlechtsübergreifend durchgeführt werden, weil eben sonst 50% der Täter übersehen wurden: Die Täterinnen.

Auch ein neuerer Artikel des renommierten Gewaltforscher M. Straus belegt anhand von 260 internationalen Studien, dass 50% aller häuslichen Gewalttaten von Frauen verübt werden. Hier der Artikel von M._Strauss-2009

Kachelmann ist womöglich Opfer einer Falschbeschuldigung

Wende im Fall Kachelmann: Der für Freitag angesetzte Haftprüfungstermin in Mannheim ist geplatzt. Sein Verteidiger legte vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe Beschwerde ein. Sein Vorwurf: Die Mannheimer Justiz schütze „die Täterin einer Falschbeschuldigung“.

Jörg Kachelmanns Anwalt Georg Birkenstock legte vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe Beschwerde gegen die Haft ein, wie die Kanzlei am Dienstagabend in Köln mitteilte. Damit entfällt der für Freitag angesetzte Haftprüfungstermin vor dem Landgericht Mannheim. Der 51-jährige Schweizer wird verdächtigt, seine frühere Freundin vergewaltigt und verletzt zu haben und sitzt seit März in Untersuchungshaft in Mannheim.

Birkenstock stützt sich bei seiner Beschwerde auf mehrere Gutachten. So habe eine psychologische Sachverständige festgestellt, dass an der Aussage der Freundin gegen Kachelmann massive Zweifel bestünden. Eine absichtliche Falschbelastung sei wahrscheinlich.

Ein rechtsmedizinisches Gutachten komme außerdem zu dem Ergebnis, dass die angebliche Vergewaltigung nicht stattgefunden haben könne und erfunden sein müsse. „Die Verteidigung sieht den Freiheitsanspruch ihres Mandanten auf skandalöse Weise missachtet“, erklärte Birkenstock, der von einem Justizskandal spricht. Man befürchte, dass die Mannheimer Justiz „die Täterin der Falschbeschuldigung“ mit dem Haftbefehl gegen Kachelmann schütze. 

Von hier.

Kommt Kachelmann bald frei?

Kommt Jörg Kachelmann bald frei? Das Landgericht Mannheim prüft die vom Verteidiger des TV-Wetter-Moderators beantragte Aufhebung des Haftbefehls. Eine Gutachterin hatte festgestellt: Den Aussagen des mutmaßlichen Opfers fehle die logische Konsistenz.
Mannheim -
Kachelmanns Verteidiger Birkenstock hat bereits am Mittwoch im Hinblick auf das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene, mittlerweile vorliegende über hundert Seiten starke aussagepsychologische Gutachten den Antrag gestellt, den Haftbefehl aufzuheben.
Das Landgericht Mannheim will jedoch erst in der kommenden Woche bekanntgeben, ob der TV-Moderator freigelassen wird oder in U-Haft in der JVA Mannheim bleibt. Das Gericht begründete dies am Montag damit, dass noch Stellungnahmen unter anderem von der Staatsanwaltschaft ausstehen. Die Staatsanwaltschaft hatte Anklage erhoben, noch bevor das Glaubwürdigkeitsgutachten zu den Aussagen des mutmaßlichen Opfers vorlag. Am Wochenende waren Details über verschiedene Gutachten bekannt geworden, die Kachelmann entlasten sollen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte am Montag auf ddp-Anfrage, der Inhalt des Glaubwürdigkeitsgutachtens sei in der Öffentlichkeit verkürzt wiedergegeben worden. “Auch in Kenntnis dieses Gutachtens haben wir keine Veranlassung, die Tat anders zu bewerten. Wir gehen weiterhin von einem dringenden Tatverdacht aus”, sagte er.
Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft Mannheim hatte Fragen aufgeworfen.
Nach Informationen des SPIEGEL bestellte der zuständige Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge erst am 15. April ein eigenes Gutachten zur Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers
Dieses Gutachten der Bremer Psychologin Luise Greuel aber wartete Oltrogge nicht mehr ab, sondern erhob schon am 17. Mai Anklage, mit allen Folgen für das Bild, das die Öffentlichkeit so gewinnen musste: Kachelmann, der Vergewaltiger.

  • Hier gefunden…
  • Hat sich der Staatsanwalt im Fall Kachelmann vergallopiert?

    Der Spiegel vermutet : Ja!

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    Gutachterin zweifelt an Zeugin im Fall Kachelmann

    Eine Gutachterin hat zum Vergewaltigungsvorwurf gegen Jörg Kachelmann erhebliche Zweifel an der Aussage des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers geäußert. Das meldet “Der Spiegel.“

    Nach Informationen der Bremer Psychologin Luise Greuel sind die Behauptungen der Zeugin “nicht belastbar.“ Die Schilderung der Vergewaltigung erfordere nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz.

    Es würden Sachverhalte dargestellt, die handlungstechnisch unwahrscheinlich bis unmöglich seien. Trotzdem bestehe nicht der Verdacht an einer Falschaussage. In Auftrag gegeben wurde das Gutachten von der Staatsanwaltschaft Mannheim.

    Zweifel soll es laut “Spiegel“ auch an der Belastbarkeit von Blutspuren an einem Messer geben, das Kachelmann der Frau bei der Tat an den Hals gehalten haben soll. Laut einem Bericht des Landeskriminalamts Baden-Württemberg war die Spur so winzig, dass sich nicht feststellen ließ, ob es sich um Blut der Frau handelte oder um Tierblut.

    Das mutmaßliche Opfer könne die Tat selbst bei eingehender Befragung nur vage und oberflächlich wiedergeben, wird Greuel im “Spiegel“ wiedergegeben.

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    Mal sehen, wie sich die Angelegenheit weiterentwickelt. Kachelmann sitzt jetzt seit Monaten in U-Haft.

    Welche Auswirkungen hat die Anklage bereits jetzt für Jörg Kachelmann?

    Der Tagesspiegel berichtet:

    Ob die juristische Wahrheit, die eines Urteils, am Ende die volle Wahrheit sein kann, steht auf einem anderen Blatt. Vergewaltigung ist ein schwer nachweisbares Delikt. Verletzungen kann man sich selbst zufügen, sie können auch Folge einvernehmlichen Geschlechtsverkehrs sein. Besonders bei Beziehungstaten kann es für Richter schwierig sein, sich ein Bild zu machen. Hinzu kommt eine strukturelle Schieflage. Der Angeklagte hat das Recht zu schweigen und darf – theoretisch – lügen, während das Opfer als Zeuge auftritt und wahrheitspflichtig ist. Unabhängig vom Geschlecht des Opfers kann es deshalb eine Tendenz geben, dem Opfer zu glauben. Kachelmanns Verteidiger werden viel dafür tun, die Glaubwürdigkeit der Zeugin zu erschüttern, sie haben bereits ein aussagepsychologisches Gutachten beantragt. Gesetzt den Fall, die Frau ist tatsächlich Opfer einer schweren Vergewaltigung, wird der Prozess eine erneute Härte für sie.

    Ein Verlierer steht jetzt schon fest, es ist Jörg Kachelmann. Eine Hauptverhandlung könnte zu einem Tribunal über sein Privat- und Intimleben werden. Selbst bei einem Freispruch erster Klasse, wenn das Gericht beteuert, keine Zweifel an seiner Unschuld zu haben, wäre seine soziale Existenz ruiniert. Er könnte es ja doch gewesen sein. Es bleibt immer etwas haften.

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    Wie steht es um die Gleichbehandlung von männlichen und weiblichen Tätern?

    Schlecht, denn gleichbehandelt wird nicht. Es ist verwunderlich, dass es jetzt niemanden auf Frauenseite gibt, die sich über derartige Ungleichbehandlungen aufregt…

    England: Alle drei Wochen stirbt ein Mann aufgrund häuslicher Gewalt

    In England ist man bei der Bekämpfung häuslicher Gewalt auch gegen Männer ein paar Schritte weiter als in Deutschland. So machte das National Centre for Domestic Violence vor einigen Wochen in einer speziellen Kampagne darauf aufmerksam, dass die Polizei alle drei Minuten einen Notruf von einem Mann wegen häuslicher Gewalt erhält, dass pro Jahr vier Millionen Männer zu Opfern werden, alle drei Wochen ein Mann infolge häuslicher Gewalt stirbt und schwere Gewalt zwischen den beiden Geschlechtern gleich verteilt sei.

    Hinter meinem Schreibtisch: England: Alle drei Wochen stirbt ein Mann aufgrund häuslicher Gewalt