Laut dem Sozialminister gibt es in Hessen keine gewalttätigen Frauen…

Ob Opfer von Gewalttaten als solche erkannt werden, kommt auf den Einzelfall an. Wenn sich Patientinnen nicht offenbaren, ist das schwierig. Aber wir versuchen, die Situation durch Aufklärung zu verbessern. Zum Beispiel richten wir gegenwärtig in Fulda eine deutschlandweit einmalige Opferambulanz ein.

Was ist das?

In dieser Schutzambulanz geht es darum, häusliche Gewalt, Gewalt gegen Frauen, aber auch im Pflegebereich aufzuarbeiten. Geschulte Mitarbeiter sorgen dafür, dass auf die Opfer medizinisch und psychologisch eingegangen wird und Beweise gerichtsfest dokumentiert werden. Das ist sehr wichtig. Oft sind Opfer erst Jahre später zur Anzeige bereit. Dann erst Beweise zu erheben, ist schwer – oft unmöglich.

Wie fördert Hessen das Projekt?
Mit über 500000 Euro. Das ist in dieser Zeit ein gewaltiges sinnvolles Engagement. Fulda soll eine Anlaufstelle für Opfer sein. Aber daraus soll sich auch ein Kompetenzzentrum entwickeln, das seine Erfahrungen an Praxen und Kliniken weitergeben kann. Die Opfer werden ja eher die nächstgelegene medizinische Hilfe ansteuern und nicht die spezielle Opferschutzambulanz.

Das Klinikum Kassel schult Personal darin, nach Gewalt zu fragen und gerichtsfeste Diagnostik anzubieten. Ist das vorbildhaft?

Auch das ist ein sehr vernünftiges Projekt. Es ist sinnvoll, solche Angebote in die Versorgungslandschaft hineinzubringen. Wir kommen in diesem Bereich in unserem Bundesland langsam voran. Dass in Hessen die Strafanzeigen wegen häuslicher Gewalt steigen, sehe ich in diesem Zusammenhang – anders als bei anderen Delikten – eher als positives Zeichen. Es gelingt uns allmählich, einen großen Dunkelbereich etwas aufzuhellen.
Beraterinnen klagen, dass Praxisgebühr und Zuzahlungen Opfer abschrecken. Was ist zu tun?

Das glaube ich schlichtweg nicht. Zehn Euro Praxisgebühr sind keine ausschlaggebende Schwelle für eine Person, die Hilfe braucht. Das Problem ist vielmehr, sich jemandem anzuvertrauen. Wir müssen die Frauen soweit stärken, dass sie es nicht als Scham empfinden, dass sie Gewalt erfahren. Sie müssen wissen, dass nicht sie sich falsch verhalten, sondern der Täter – und dass und wie sie sich schützen und wehren können.

Wie soll das Stärken passieren?

Jedem – ganz unabhängig von kulturellen Zugehörigkeiten – muss klar sein, dass Gewalt auch gegen Verwandte genauso verwerflich ist wie Gewalt gegen Unbekannte. Vor einigen Jahren war Vergewaltigung in der Ehe noch nicht einmal Straftatbestand. Wenn wir jetzt gegen gewalttätige Ehemänner ebensolche Strafen aussprechen wie gegenüber Fremden, ist das immer ein Signal. Wir müssen Bewusstsein ändern. Das halte ich für viel zentraler als die Frage der Praxisgebühr. Wie wollen Sie das auch machen? Sie können ja nicht fragen: “Sind sie Opfer? Wenn Sie Opfer sind, zahlen sie die Gebühr nicht.”

zur Person:
Jürgen Banzer (CDU) ist seitFebruar 2009 Hessischer Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit.Zuvor war der 55-jährige Jurist Justizminister und leitete zeitweise auch das Kulturministerium.Hessen will eine Opfer-Amulanz inFulda mit 500000 Euro fördern, sagt Sozialminister Jürgen Banzer. Dass die Praxisgebühr Frauen mit Gewalterfahrung vom Arztbesuch abschreckt, glaubt er nicht. kaj

Jürgen Banzer im Interview: “Wir wollen nicht die gläserne Familie” | Frankfurter Rundschau – Hessen

Also: alles beim Alten. Hunderten internationalen Studien zum Trotz wird die häusliche Gewalt von Frauen ausgeblendet…

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Der gesellschaftliche Umgang mit Männern…

Solche Meldungen wie diese hier sind natürlich nur als Randbemerkungen in der Medienlandschaft zu finden…
Das ansonsten eher feminismustreue Magazin auf 3Sat hat hier einen Artikel verfasst, der es in sich hat. Nicht erwähnt wird jedoch, dass es hier nur um den Männer-Knast geht, jedes Frauengefängnis in Deutschland ist im Vergleich eher ein Erholungsheim…
Hier gehts lang.

Zwei Jahre und neun Monate hat Jens Ebert im Gefängnis gesessen – wegen häuslicher Gewalt und Fahren ohne Führerschein. Zwei Jahre und neun Monate hat der Staat ihm die Freiheit entzogen. Doch die eigentliche Strafe war für ihn eine ganz andere. Die Haftstrafe an sich wäre eigentlich noch gegangen, aber die Zustände dort waren das Schlimmste”, sagt er. “Ich glaube, die Zeit in der JVA wird man nie verarbeiten können. Man kann sie eine Zeitlang verdrängen, aber die Gedanken werden immer wieder kommen. Das sind grausame Gedanken. Man wird dort wie ein Tier behandelt von den Beamten und von der Justizvollzugsanstalt.”

Ludger Schwarte

Der Philosophie-Professor Ludger Schwarte ergänzt: “Ich glaube, dass man den Finger darauf legen muss, dass man das, was wir Strafvollzug nennen, mit Reintegration nichts zu tun hat. Und auch nicht mit der Sicherung der Gesellschaft vor Kriminalität. Man muss die Gefängnisse abschaffen, um wenigstens diese Ziele halbwegs in den Blick zu kommen.” Verbrecher sind die, mit denen keiner Mitleid hat. Doch der Umgang mit Menschen, die gegen das Gesetz verstoßen haben, ist ein Gradmesser für den Zustand unserer Gesellschaft. Auch hinter Gittern darf die Würde des Menschen nicht aufhören.

Frauen(Gewalt)Förderung einmal anders. Einseitiges Männer-Benachteiligungs-Gesetz passiert Bundesrat

Bundesrat

Bundesrat

Pünktlich zum Welt-Frauentag passiert ein Gesetz die letzte Instanz, also den Bundesrat, welches sogar die Staatsanwaltschaften dazu ermutigt, einseitig männliche Täter häuslicher Gewalt durch eine Verdoppelung der Fristen zu benachteiligen.

Betrachtet man die Entwicklung der letzten Jahre im Bereich Täterarbeit  in den USA, in denen man mehr und mehr davon abkommt, Männer allein als Haupttäter zu sehen, ist diese Entwicklung in Deutschland nicht nur nicht modern, sondern als geradezu reaktionär zu bezeichnen.

Der rheinland-pfälzische Gesetzentwurf zur Stärkung der Täterverantwortung hat am 05.03.2010 den Bundesrat passiert. Dies teilt das Ministerium der Justiz in Rheinland-Pfalz mit. Justizminister Heinz Georg Bamberger (SPD) beschreibt als Ziel des Entwurfs «die Erweiterung der gesetzlichen Möglichkeiten, Straftäter durch staatsanwaltschaftliche oder gerichtliche Weisungen so genannten Täterprogrammen zuweisen zu können ». Der Bundesrat hatte bereits am 13.06.2008 die Einbringung des Gesetzesentwurfes beschlossen, jedoch konnte innerhalb der zurückliegenden Legislaturperiode der Gesetzesentwurf im Bundestag nicht mehr abschließend beraten werden.Opferschutz durch soziale Trainingskurse für TäterBamberger sieht in den Programmen durch Vermittlung von Verantwortung und Selbstkontrolle an die Täter einen vorbeugenden Opferschutz.
Die «Täterprogramme» seien soziale Trainingskurse, in denen Verhaltens- und Wahrnehmungsänderungen erreicht werden sollen.Wiederholungstaten, vor allem von Männern mit Gewalttaten gegenüber ihren Partnerinnen, könnten dadurch oft vermieden werden. In Rheinland-Pfalz gibt es laut Minister bereits Täterarbeitseinrichtungen flächendeckend in allen Landgerichtsbezirken. Dies sei Ausfluss des Interventionsprojektes gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen.
Fristen sollen an Länge der Programme angepasst werdenEntscheidend sei die Erweiterung der Möglichkeiten für Staatsanwaltschaften und Gerichte im Bereich der Täterarbeit, so Bamberger weiter. Dies solle durch eine Verlängerung der Fristen zur Erfüllung von staatsanwaltschaftlichen und gerichtlichen Weisungen von sechs Monaten auf ein Jahr geschehen. Denn ein strukturiertes und professionell durchgeführtes Täterprogramm dauere in der Regel mehr als sechs Monate.

Beck Aktuell

Natürlich tauchen in dem Gesetz ausschließlich solche Programme auf, die sich gegen männliche Täter wenden. Die Leugnung der Täterschaft von Frauen bei häuslicher Gewalt ist also – vorläufig der Zustimmung im Bundestag – gesetzlich verankert.

Prof. Amendt zur Geschlechterdebatte…

eingige Auszüge:

Ist an allem die Emanzipation schuld?

Man muss klar zwischen der Frauenbewegung und dem Feminismus unterscheiden. Die Frauenbewegung stand für die Selbstermächtigung der Frau. Der Feminismus steht für das Gegenteil: Er macht alle Frauen zu Opfern und Männer kollektiv zu Henkern. Der Feminismus hat das Klima zwischen den Geschlechtern vergiftet. Diese Vergiftung können wir uns gesellschaftlich nicht mehr leisten. Wenn wir nur noch in Feindkategorien denken, wird der Wunsch nach Familie permanent desavouiert.

Wie kommt der Geschlechterdiskurs aus dieser Fixierung heraus?

Man muss aufhören in der biologischen Kategorie von Mann und Frau zu denken. Frau und Mann sind vielmehr soziale und psychologische Kategorien. Der Unterschied zwischen der Lebensrealität von Frauen und Männern in der Oberschicht und jenen in der Unterschicht sind heute viel grösser als der Unterschied zwischen der Lebensrealität der Geschlechter. Der Diskurs muss also die Probleme der Geschlechter schichtsspezifisch ins Auge fassen.

Was ist politisch zu tun?

Als Erstes muss man die Gelder für Genderstudies streichen. Diese Forschungsrichtung betreibt bloss Selbstbespiegelung, sie vermittelt keine Berufsqualifikation und trägt zur Problemlösung nichts bei. Die Geisteswissenschaften müssen vielmehr wieder zur Lösung von konkreten Problemen wie früher üblich zurückkehren. Zweitens sollen schrittweise sämtliche Frauenhäuser geschlossen und die Gelder in Zentren für Familien mit Gewaltproblemen investiert werden. Das habe ich den erfolgreichen Organisatoren des ersten Männerhauses der Schweiz als erstrebenswerte Perspektive vorgeschlagen. In Amerika setzen sich diese Familieninstitutionen durch, seit Untersuchungen bewiesen haben, dass Frauenhäuser den Frauen und Männern nicht helfen, im Gegenteil: Sie haben eine höhere Rückfälligkeit an Gewalthandlungen als andere neu entwickelte Institutionen mit neu konzipierten Hilfeverfahren.

FemokratieBlog

Drohungen vor Männerkongress: Professor Amendt muss mit Leibwächtern auftreten

ef: Weshalb, glauben Sie, wurde in den Medien das Thema “Gewalt” kaum erwähnt, das auf dem Kongress intensiv behandelt wurde? Andreas Fasel von der “Welt” etwa tat es beiläufig als “Polemik” ab, dass auf dem Kongress auch die unter beiden Geschlechtern hälftige Verteilung der Gewalttäterschaft im häuslichen Bereich zur Sprache kam.Kuhla: Es wäre denkbar, dass die brisanten Fakten, die die Wissenschaftler angeführt haben, von den Journalisten erst verdaut werden müssen. Die wenigsten Journalisten verfügen über die notwendigen Grundkenntnisse bei diesem Thema.ef: Ich führe dieses Interview mit Ihnen auch, weil ich von mehreren Besuchern des Kongresses unabhängig voneinander Informationen erhalten habe, die sich bezeichnenderweise in keinem einzigen der Medienberichte über den Kongress finden. So soll es im Vorfeld Drohungen gegen einen der Redner, den Soziologieprofessor Gerhard Amendt, gegeben haben. Trifft das zu? Wenn ja, wie sind Professor Amendt und die Veranstalter des Kongresses damit umgegangen? Und können Sie näheres darüber sagen, von welcher Seite oder vor welchem Hintergrund diese Drohungen erfolgt sind?Kuhla: Das ist allerdings eine brisante Situation im Vorfeld des Kongresses gewesen. Dem Vernehmen nach haben feministische Kreise aus Berlin und Düsseldorf die Universität Düsseldorf aufgefordert, Professor Amendts Vortrag zu streichen. Anderweitig würde das Folgen haben, “noch ist Zeit …” (das zu ändern). Die Gleichstellungsbeauftragte der Uni Düsseldorf setzte sich darüber hinweg, in etwa mit den Worten “Ich habe entschieden, dass der Kongress stattfindet”. Im weiteren Verlauf hat dann die Kongressleitung, auch auf Empfehlung relevanter Stellen Personenschutz für Professor Amendt bereitgestellt. Das geschah sehr einfühlsam, so dass der normale Teilnehmer unbehelligt blieb. Sie müssen sich das vorstellen: Sie stehen in der Kaffeepause in einer Runde Tagungsteilnehmer, und erst beim zweiten Hinschauen entdecken Sie einen Bodygard neben einem der Vortragenden. Das ist ein Skandal! Das hat mit Freiheit der Wissenschaften nichts mehr zu tun!ef: Gewaltdrohungen (und auch reale Gewalthandlungen) hat es gegen Kritiker einer stramm feministischen Ideologie seit den siebziger Jahren immer wieder gegeben. Zielscheibe wurden beispielsweise Dr. Karin Jäckel, Dr. Suzanne Steinmetz, Katharina Rutschky, Esther Vilar, Erin Pizzey und andere mehr. Wie schätzen Sie es ein, dass man noch im Jahr 2010 in der Geschlechterpolitik bestimmte Dinge nur ansprechen kann, wenn man dafür obskure Drohungen in Kauf nimmt?Kuhla: Ich bin Optimist! Die Drohungen kamen von radikalen Zirkeln, was im Nachhinein allen Frauen geschadet hat. Ich denke, wenn eine Ideologie derartig überzieht, werden relativ bald Gegenkräfte wirksam. Da vertraue ich den besonnenen Frauen! Vielleicht hat sogar der Kongress eine solche Entwicklung beschleunigt.

Drohungen vor Männerkongress: Professor Amendt muss mit Leibwächtern auftreten – Arne Hoffmann – eigentümlich frei

Forschung wir ignoriert, Meinungsfreiheit gibt es nur für Ideolog(I)nnen.

Einige Zahlen und Argumente zu partnerschaftlicher Gewalt, die seit Jahren verfügbar aber den meisten nicht bekannt sind…

In einem Essay für die Welt hat Professor Amendt die Forderung der Schließung von Frauenhäusern und der gleichzeitigen Einrichtung von Zentren für Familien mit Gewaltproblemen gefordert. Es hagelte geradeso Zustimmung wie verbissene und völlig deplazierte Kritik, die im Allgemeinen nur darin bestand, ihn schlicht falsch zu zitieren (nämlich die Einrichtung von Zentren für Familien mit Gewaltproblemen einfach wegzulassen), und Prof. Amendt damit zu unterstellen, er wolle den Schutz von Frauen torpedieren…

Hier sei nun auf seine differenzierte Antwort hingewiesen, damit einfach nicht weiterhin falschen Bezichtigungen in die Welt gesetzt werden.

Merke: Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

In einem Essay für DIE WELT (hier) vom 16. Juni 2009 habe ich die Abschaffung von Frauenhäusern und deren Ersetzung durch Zentren für Familien mit Gewaltproblemen gefordert. Fast 60.000 Leser der WELT haben dazu abgestimmt. 60 Prozent haben der Schließung und der Schaffung von Familienzentren zugestimmt. Das bestätigt nicht nur den prekären Ruf von Frauenhäusern, sondern es vollzieht Entwicklungen in den USA nach, die deren mangelnde Eignung bei der Bewältigung gewalttätig verlaufender Familienkrisen bestätigen.

Da der Deutsche Bundestag demnächst1 darüber entscheiden soll, Frauenhäuser angesichts schwindender Zahlungsbereitschaft der Kommunen zu finanzieren, muss die Frage geklärt werden, ob Frauenhäuser überhaupt mit sozialstaatlichen Zielen vereinbar sind. Denn der grundsätzliche Mangel von Frauenhäusern beruht auf deren Ursprungsideologie von einer »gewalttätigen Patriarchatsherrschaft«, die Männer allein als Gewalttätige in Partnerschaften, an Kindern und in der Gesellschaft beschreibt. Auch wenn einige Frauenhäuser sich von dieser Ursprungsideologie distanzieren und einige sie nur halbherzig akzeptiert haben, so bleibt deren Mangel, dass sie die Partnerschaftsdynamik gewalttätiger Paare ausschließen.
Die Existenz des Frauenhauses zerteilt, was im Leben von Paaren zusammengehört: die Lösung von Konflikten.
Darüber wurde während der letzten 2o Jahre ein abschätziges bis hin zum Hass erfülltes Bild von Männern gezeichnet. Man denke an die bundesweiten Plakataktionen, die zumeist vom Bundesfamilienministerium finanziert wurden. Und noch dieser Tage wird gemeinsam mit der hessischen Bäckerinnung nach dem Vorbild einer Aktion unter dem Patronat von Bischöfin Jepsen im November 2008 eine Aktion durchgeführt, die propagiert, dass allein Männer in Partnerschaften gewalttätig seinen. Historisch gesehen haben Frauenhäuser und deren Interessenvertretung einen wesentlichen Anteil an der Entstehung der üblich gewordenen Misandrie – dem der Entwertung und dem Hass auf das Männliche. Angesichts der mangelnden Kenntnisse der Öffentlichkeit über den Stand der Forschung2 zur partnerschaftlichen Gewalt sollen hier Daten präsentiert werden, der dieser Unkenntnis entgegenwirken.

Hier bitte weiterlesen…

Fakten+und+Argumente+zur+Gewaltdebatte

Wussten Sie schon, was nach der Ansicht von “Fachleuten” als “Gewalt in Beziehungen” gewertet wird?

Wenn nicht, so schauen Sie ich bitte einmal hier um.

Es ist erschreckend, wie inflationär der Gewaltbegriff mittlerweile angewandt wird. Und noch erschreckende ist, dass dieser Gewaltbegriff demnächst auch in die bundesdeutsche Justiz Einzug halten wird – nämlich beim Gesetz zur Stärkung der Täterverantwortung. Wenn Sie also manchmal vielleicht lauter werden oder gar bedrohliche Gesten machen – riskantes und aggressives Autofahren gehört auch bereits dazu – oder demütigende, abfällige Bemerkungen über ihre Freunde machen – sie lächerlich machen (allein oder in Anwesenheit von anderen) – sie (allein oder in der Öffentlichkeit) in Verlegenheit bringen – Schimpfnamen rufen – tja, dann sind sie bereits gewalttätig!

Also passen sie auf.

Neues Seminar: Professionell intervenieren bei schlagenden Müttern

Es ist hinlänglich bekannt, dass auch Mütter ihre Kinder schlagen. Fast jede Frauenhausmitarbeiterin kann das sogar bestätigen. Doch allgemein werden Mütter als Täterinnen eher ausgeblendet. Aufgrund der steigenden Bekanntheit durch den Vortrag über Täterinnen von Sabine Wieczorkowsky (Forum Intervention) ist jetzt nach dem ersten Seminar die Anfrage gestiegen.

Deshalb bietet das Forum Intervention ein Folgeseminar an.

Dieses Seminar findet vom 25.02. bis 28.02.2010 in WETZLAR in der Sportbildungsstätte Wezlar statt und kostet 430 Euro zzgl. Ihrer Unterbringung. Die erfahrenen Trainerinnen schulen Sie oder Ihre Mitarbeitenden in professionellen Interventionen mit häuslich gewalttätigen Müttern. Bei Interesse können Sie sich die Ausschreibung hier herunterladen.

Bitte weisen Sie ggf. auch andere Kolleginnen auf dieses Seminar hin. Vielen Dank!

Die Zahl der Teilnehmer(innen) ist auf 16 begrenzt. Anmeldeschluss ist der 30.11.2009.

WIBIG, Berliner Modellprojekt BIG unter der Lupe der Ideologie…

Täter und Opferinnen-!! – Apophis09 Blog

“Was ich beklage ist gerade das Umschwenken der einst befreienden, lustvollen und körperfreundlichen Frauenbewegung auf einen Feminismus der Moral und der Prüderie, der den weiblichen Körper wieder sakralisiert wie zu Zeiten des Korsetts und der zahllosen Unterröcke (Badinter 2004b).”

Wie konnte es dazu kommen-? Die Liste der Einflussfaktoren ist lang; Sie reicht von der einerseits erfreulich gewachsenen öffentlichen Aufmerksamkeit für Gewaltopfer, über eine Tendenz zur Desensibilisierung der Medienwelt gegenüber populistischen Botschaften, den zunehmenden Rückzug des Staates aus öffentlich-rechtlichen Steuerungsaufgaben und deren Übertragung an freie Träger, bis hin zu einer veränderten politischen Gemengelage insbesondere im politischen Milieu der Rot-Grünen Koalition. Es scheint, als haben sich nicht nur innerhalb dieses Milieus die Kräfteverhältnisse zugunsten der Adepten einfacher Erklärungs- und Handlungsmodelle verschoben. Auch bei der Einholung externen Sachverstands gründen sich Entscheidungsprozesse offenbar zunehmend auf Standpunkte, denen es an ideologischer Unabhängigkeit mangelt.

Parteilich-feministische Arbeitsansätze haben die Beratungszimmer der (weiblichen) Betroffenengruppen längst hinter sich gelassen und dominieren seit einigen Jahren zunehmend auch das diesbezügliche staatliche Handeln, etwa in Form bestimmter Klauseln in Koalitionsverträgen von Landesregierungen oder der öffentlichen Finanzierung parteilicher Intervention auf der Grundlage derartiger Konzepte. Als gäbe es dazu keine Alternative, wird die Republik unter Berufung auf Evaluationsergebnisse eines Berliner “Modellansatzes” und einer “Wissenschaftlichen Begleitung” mit Interventionsprojekten überzogen, die sich mit dem modernen Etikett einer interdisziplinären, vernetzten Arbeit schmücken, aber genau diesem eindimensionalen Ansatz folgen.

Erstes Frauenhaus in England geschlossen, weil es keine Männer aufnimmt

Supporters of a women’s refuge were ‘shocked and stunned’ to be told it is being closed – because it does not cater for men. The emergency shelter was set up 13 years ago for women and children and adult males are not allowed to stay.But council officials have now ruled that, because it does not serve both sexes equally, the money used to run the home would be better spent on an ‘outreach service’ to help battered husbands as well as wives in their own homes.

Hier gefunden.