Geht es Kachelmann wie Türck?

Jörg Kachelmann (c) RP

Gestern schrieb ich über die möglichen Falschanschuldigungen wegen sexualisierter Gewalt und heute lese ich über den “Fall Jörg Kachelmann”, der nun von der Budespolizei verhaftet wurde und öffentlich heute ich allen Medien als “vermutlicher Vergewaltiger” am Pranger steht. Die RP erinnert in ihrem Artikel an den Fall des Andreas Türck, Moderator im Fernsehen. Sie schreibt:

… am Ende könnte es im Fall eines öffentlichen Verfahrens mehrere Verlierer geben. Das belegt der Fall des früheren TV-Moderators Andreas Türck. Im Frühjahr 2004 hatte die Staatsanwaltschaft Frankfurt Türck nach über einem Jahr Ermittlungen wegen Vergewaltigung angeklagt. Der Prozess zog sich bis zum September 2005 hin. Türck wurde freigesprochen – und war als Moderator dennoch ruiniert.

Kachelmann sitzt in U-Haft | RP ONLINE

Ich weiß nicht, ob Herr Kachelmann ein Täter ist. Doch ich weiß jetzt bereits, dass sein Image einen riesigen Schaden erlitten hat, selbst wenn er nicht überführt und verurteilt wird.  Er wird durch den Verdacht allein und durch das Bekanntwerden  in der Presse vorverurteilt und dies wird vermutlich an ihm hängenbleiben. Mir ist außerdem schleierhaft, wie die Presse solche Informationen immer bekommt?

Sind da vielleicht Heuinzelmännchen oder – mädchen bei der Bundespolizei tätig?

Wir sind gespannt, wann die Justizministerin gegen solches Unrecht Stellung wie im Falle Türck bezieht, und diese Auswirkungen von möglichen Falschanschuldigungen gemeinsam mit Menschenrechtsorganisationen wie Terre des Hommes oder Amnesty einmal öffentlich thematisiert.

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